https://www.fazialis.de/de/gesichtslaehmung/formen/peripher-vs-zentral/
Zum Inhalt springen

Die Einteilung in periphere oder zentrale Fazialisparese ist Grundlegend in der Medizin und wichtig für das Verständnis über Pathologien am Gesichtsnerv. Klinisch ist eine Unterscheidung von großer Bedeutung.

ie Grafik links soll die Läsionsorte und das damit verbundene Ausfallsmuster veranschaulichen.

Zentral:  Zentral ist eine Fazialisparese dann, wenn die auslösende Ursache für die Lähmung im Gehirn liegt (schwarzer Blitz). Aufgrund der Faseranordnung (Überkreuzung der Stirnäste; Verschaltung der orangen und gelben Fasern in den Hirnnervenkernen) geht eine Zentrale Lähmung mit erhaltener Stirnrunzelfunktion und teilweise erhaltenem Lidschluss einher (der Stirnast wird gelb und orange angesteuert), da dieser noch von der intakten anderen Hirnhälfte gesteuert wird. Wie in der Grafik ersichtlich geht eine Schädigung in der linken Gehirnhälfte mit Ausfallserscheinungen rechts einher und umgedreht (Überkreuzung der Bahnen bei den Hirnnervenkernen beachten). Häufige Ursachen sind Schlaganfälle und Gehirntumoren.

Peripher: Wenn die Läsion im Verlauf nach der Verschaltung in den Hirnnervenkernen liegt, wird von einer peripheren Pares gesprochen (grüne Blitze). Die Schädigung ist hier auf Seite der Ausfallserscheinungen lokalisiert, weil die Überkreuzung schon im Gehirn stattfindet. Deshalb ist hier auch die Stirnpartie, im Gegensatz zur zentralen Parese, meist von der Parese mitbetroffen. Das Ausmaß der Lähmung hängt davon ab wie weit peripher der Schaden liegt und kann eine komplette, aber auch inkomplette Fazialisparese hervorrufen.