Wir sind seit Jahren auf die Therapie bei früher (akuter) und bei chronisch bestehender Gesichtslähmung spezialisiert. In unserem Team werden das gesamte international bewährte Spektrum, eine ganzheitliche Behandlung unserer Patienten sowie jegliche anerkannten, nicht-chirurgischen Behandlungen und chirurgischen Rekonstruktionsmöglichkeiten für eine Gesichtslähmung angeboten.

Bei Asymmetrien im Rahmen unvollständiger Gesichtslähmungen (Teillähmungen einer Gesichtshälfte) können eventuell nur Injektionsbehandlungen (z.B. mit Botulinum-Toxin, "Botox" oder Eigenfett, Lipofilling oder – grafting genannt) zur Anwendung kommen und auf eine Operation gänzlich verzichtet werden. In einigen Fällen verspricht eine Kombination aus konservativen und operativen Maßnahmen die besten Erfolge für die Patienten.

Unverzichtbare Therapiebausteine aus dem Spektrum der konservativen Therapien sind Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie. Diese Maßnahmen haben auch prä- und postoperativ einen sehr hohen Stellenwert und deshalb begleitend zum operativen Verfahren durchgeführt werden, um ein möglichst optimales Resultat zu erreichen.

Dieser Patient demonstrierte eine ausgeprägte Spastiziät der oberflächlichen Halsmuskulatur im Rahmen einer Defektheilung nach Bell-Parese. Die starken Muskelverkrampfungen, insbesondere auch am Hals, wirkten sich kompromittierend auf auf die Fähigkeit der Mundwinkelansteuerung aus: beim Versuch des Lächelns resultiert ungewollt ein Muskelzug, der der Hebung des Mundwinkels entgegenwirkt. Es zeigt sich beim Lächeln ein „negativer Vektor“ des Mundwinkels. Eine differenzierte Injektionsbehandlung mit Botulinum-Toxin konnte Abhilfe schaffen und für ein deutliches entspannteres Lächeln sorgen.