Straffungsmaßnahmen werden häufig parallel zu Nerven- und Muskeltransplantationen durchgeführt, da der operative Zugang vor dem Ohr identisch oder sehr ähnlich wie bei der rein ästhetischen Gesichtsstraffung (facelift) ist. Gewebestraffungen vermögen dem Patienten neben einem Funktionsgewinn an Augen- und Mundkomplex ein jugendlicheres Aussehen zu verleihen. Die Mundwinkelanhebung und Straffung des Wangengewebes können beispielsweise zu einer Rückgewinnung der "oralen Kontinenz", d.h. der Fähigkeit flüssige Speisen kontrolliert im Mundraum zu behalten, beitragen. Der Speisebrei bei Nahrungsaufnahme und Kauprozess verbleibt weniger in der „schlaffen Wangentasche“. Denn teilweise zeigt sich das Wangengewebe ohne funktionierende Muskulatur derart erschlafft, dass die Patienten den Speisebrei mit dem Finger wieder hervorholen müssen. Auch andere Funktionen profitieren: das Sprachbild zeigt sich nach Gesichtsstraffung, die teilweise auch in Kombination mit zusätzlichem Bindegewebe vom Oberschenkel (fascia lata) kombiniert wird, häufig postoperativ wesentlich deutlicher. Es kommt beim Kauen auch zu keinen versehentlichen Verletzungen durch Aufbeißen der Wangenmundschleimhaut mehr, was von einigen Patienten als äußerst störend empfunden wird.

Neben anderen Prozeduren (Nerventransfer V-to-VII und 2 Nerventransplantaten, endoskopische Anhebung des Periorbitalkomplexes, Unterlidrekonstruktion) erhielt dieser Patient ein Gesichtsstraffung (high SMAS-facelift beidseits) und eine fascia lata-Aufhängeplastik linksseitig. Dies lässt ihn neben dem funktionellen Zugewinn als positiven Nebeneffekt auch ein paar Jahre jünger erscheinen. Mitunter sind die sogenannten „Hängebäckchen“ verschwunden. Das funktionelle Ergebnis der Nervenrekonstruktion sehen Sie hier.

55-jähriger Patient (Vorher-/Nachher-Foto). Straffungsmaßnahmen werden häufig parallel zu Muskeltransplantationen durchgeführt und vermögen dem Patienten neben einem Funktionsgewinn an Augen- und Mundkomplex ein jugendlicheres Aussehen zu verleihen. Die Mundwinkelanhebung und Straffung des Wangengewebes führen zu einer Rückgewinnung der "oralen Kontinenz", der Fähigkeit flüssige Speisen kontrolliert im Mundraum zu behalten. Das Sprachbild wird häufig postoperativ wesentlich deutlicher. Es kommt nach der zusätzlichen Gewebestraffung beim Kauen zu keinen versehentlichen Verletzungen durch Aufbeißen der Wangenmundschleimhaut mehr.