https://www.fazialis.de/de/gesichtslaehmung/formen/spastisch-vs-schlaff/
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Neben der genannten "schlaffen" Parese, gibt es auch spastische Bewegungsstörungen der durch den Fazialisnerv innervierten Muskulatur. Als Beispiel zu erwähnen ist hier der sog. "Hemispasmus facialis", bei dem es zu unwillkürlichen Kontraktionen der mimischen Muskulatur kommt. Die Atiologie dieser Erkrankung ist bislang nocht nicht vollständig geklärt [1,2]. Es wird jedoch angenommen, dass eine Übererregbarkeit des N. facialis aufgrund einer bestehenden pathophysiologischen Komprimierung des Nervens durch ein Blutgefäß in der Nähe der Austrittszone aus dem Truncus cerebri als wahrscheinlichste Ursache vorliegt [1,3]. Der N.facialis lässt in dieser sog. "Root-Exit-Zone" des Hirnstammes einige anatomische Besonderheiten erkennen, die ihn an dieser Stelle verletzungsanfälliger (z.B. durch Kompression des Nervens) werden lassen [1,2].


Quellen:
[1] Masuhr KF, Masuhr F, Neumann M. Neurologie. 7th ed. Duale Reihe. ger.
[2] Rosenstengel C, Matthes M, Baldauf J, Fleck S, Schroeder H. Hemifacial spasm: conservative and surgical treatment options. Dtsch Arztebl Int. 2012;109(41):667–73. doi: 10.3238/arztebl.2012.0667. PubMed PMID: 23264807.
[3] Girard N, Poncet M, Caces F, Tallon Y, Chays A, Martin-Bouyer P, et al. Three-dimensional MRI of hemifacial spasm with surgical correlation. Neuroradiology. 1997;39(1):46–51. PubMed PMID: 9121649