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Dr. Andreas Kehrer ist ein Spezialist der Plastischen, Rekonstruktiven und Mikrochirurgie. Er verfügt sowohl über die deutsche Facharztbezeichnung "Plastische und Ästhetische Chirurgie" als auch über den Europäischen Facharzttitel "Fellow of the European Board of Plastic Reconstructive and Aesthetic Surgery" (FEBOPRAS). Er wurde hauptsächlich an großen Zentren und Universitätskliniken in seinem Fachbereich ausgebildet und ist ununterbrochen seit über 13 Jahren in der Chirurgie tätig. Er begann seine Karriere in der Unfall- und Allgemeinchirurgie und wechselt in seinem vierten Ausbildungsjahr in den Spezialbereich der Plastischen, Ästhetischen und Rekonstruktiven Chirurgie. Die Versorgung schwerer Handverletzungen, eine von vielen Aufgaben des Plastischen Chirurgen an großen Kliniken, ermöglichte ihm dem annähernd täglichen, intensiven Umgang mit sämtlichen Geweben des menschlichen Körpers wie Nerven, Gefäßen, Sehnen, Knochen, Haut-/Fett- und Bindegewebe im Kontext der Mikrochirurgie. Sämtliche Operationen werden in hoher Lupenbrillensicht und sehr häufig mit einem Hochleistungsmikroskop durchgeführt. Parallel wurden von ihm mehrere mikrochirurgische Intensivtrainingskurse absolviert. Dr. Kehrer besitzt weitreichende klinische Interessen und setzt an sich und seine Resultate die höchsten Qualitätsansprüche. Spezielle mehrmonatige Weiterbildungen (fellowships) an chirurgischen Kliniken mit weltweitem Renommee in Rotterdam/Holland, London/UK, Taipeh/Taiwan und Seoul/Korea waren wertvolle Abschnitte, um eine ganzheitliche Weiterbildung im weiten Feld der komplexen rekonstruktiven Chirurgie und der plastischen Gesichtschirurgie zu erlangen. Spezielle Kongresse und Weiterbildungskurse, die ausschließlich die Wiederherstellungschirurgie und auch die konservative Behandlung der Gesichtslähmung betreffen, werden kontinuierlich von ihm besucht.

Dr. med. Andreas Kehrer, FEBOPRAS

Als Facharzt für Plastische und Ästhetische Chirurgie betrachtet er seine Aufgabe bei der Defektrekonstruktion nicht nur in der Wiederherstellung der Oberflächenkontinuität, sondern in einem ganzheitlichen Ansatz der Rekonstruktion von Form und Funktion. Seine Leidenschaft sind anspruchsvolle mikrochirurgische Rekonstruktionen, die mithilfe von sogenannten chimären Perforatorlappenplastiken (freie Gewebstransplantationen mit unterschiedlichen Gewebeelementen) den Gliedmaßenerhalt und somit eine Vermeidung von Amputationen nach Unfällen, Tumoren oder Infektionen erzielen, funktionelle Muskeltranplantationen und –transfers, die faziale Reanimation bei Gesichtslähmung und Kopf-/Halschirurgie. Dr. Kehrer blickt auf weit über tausend mikrochirurgische, teils sehr komplexe Eingriffe sowie auf mehrere hundert freie mikrochirurgische Gewebetransplantationen zurück. Dieser Erfahrungsschatz befähigt ihn z.B. kleine freie funktionelle Muskeln in das Gesicht mit der zu fordernden Routine und mit großer Sicherheit zu transplantieren. Klinisch beschäftigt sich Dr. Kehrer als Mikrochirurg außerordentlich viel mit hochauflösender Duplex-Ultraschalldiagnostik, die für ihn sowohl in der strukturierten Planung von Gewebstransplantationen, als auch im Monitoring (Nachsorge) derselben nach der Operation einen sehr hohen Stellenwert besitzt.

Sein wissenschaftliches Forschungsgebiet ist seit Jahren die Fazialisnervenchirurgie auf mikro- und makroanatomischer Ebene. Sie hat als primäres Ziel eine weitere Verbesserung der Operationsmethoden sowie ein besseres Verständnis der variablen Anatomie. Zusammen mit seinem Forschungsteam hat er über 100 Gesichtshälften von Körperspendern präpariert und zur weiteren Analyse Nervenproben entnommen. Es konnten durch ihn neue wichtige Aspekte der Nervenfaseranzahl von klinisch bedeutenden Fazialisnervenästen sowie von Nervenästen des ebenfalls wichtigen Kaumuskelnerven beschrieben werden. Des Weiteren konnte eine neue anatomische Definition der klinisch bedeutenden Astsysteme des Fazialisnerven gefunden werden (Forschungsergebnisse).

Dr. Kehrer ist ein häufiger Referent auf internationalen und nationalen Fachkongressen, gefragter Experte vor Gericht im Gutachtenwesen und regelmäßiger Begutachter wissenschaftlicher Artikel renommierter Fachzeitschriften aus seinem Spezialgebiet.