https://www.fazialis.de/de/behandlung/operative/statisch/goldplatinimplantate-auge/
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Während bei Kindern zu Beginn der Fazialisparese die Augenschlussfunktion häufig über Jahre oder Jahrzehnte zur Benetzung der Hornhaut ausreicht, besitzt der Schutz der Hornhaut des Auges beim Erwachsenen oberste Priorität. Neben konservativen Maßnahmen wie Einträufeln von künstlichen Tränen und Anlage von sogenannten "Uhrglasverbänden" zur Nacht ist es beim Erwachsenen bereits in den ersten Wochen nach Auftreten der Gesichtslähmung empfehlenswert zur Beschwerung des Oberlides an versteckter Stelle ein kleines Gold-/Platingewicht einzubringen, um bleibende Schäden zu verhindern. Dies kann die Patienten unterstützen, zumindest wieder einen annähernden Augenschluss und einen physiologisch wichtigen Blinzelreflex zur Hornhautbenetzung zu bewerkstelligen. Hierdurch lässt sich ein drohender Hornhautschaden bei zu geringer Benetzung mit Tränenflüssigkeit erfolgreich abwenden.

Nach Brauenanhebung, Einbringung eines adaptierten Platingewichtes in das Oberlid und Unterlidkorrektur ist das Sehvermögen auf dem linken Auge wieder möglich. Die Pupille zeigt sich nicht mehr durch das Oberlid verdeckt.

Die zur Oberlidbeschwerung verwendeten Gold- und Platinimplantate sind sehr klein. Wir bevorzugen eine sehr moderne Technik der Einbringung, die eine Sichtbarkeit des Implantates unter der Oberlidhaut vermeidet. Während bei der älteren Dame die Umrisse des etwas zu schweren Implantates direkt unter der Haut (externe Operation) im oberen Bild sichtbar sind, zeigt sich nach Einbringung eines minimal leichteren Implantates durch die neue Technik dieses nicht mehr wahrnehmbar. Die korrigierte Stellung des Oberlides verdeckt die Pupille nun nicht mehr und ermöglicht der Dame auch auf diesem Auge zu sehen.